Wir verlassen Ibiza,

es waren sehr schöne Tage auf dieser Insel. Die Westseite hat uns super gefallen. Wenig Hotelbauten, wenig Boote und viel Landschaft.

Felsen im Westen Ibiza

Wir müssen weiter! Die spanische Westküste wartet auf uns und wir müssen in den nächsten Wochen bis Gibraltar kommen. Wir entscheiden uns für den Sprung nach Alicante. Gut 100 Seemeilen lang, sollte die Überfahrt in gut 16 Stunden zu machen sein. Nach dem Abendessen gegen 23:00 Uhr gehen wir Ankerauf, sehen uns mit dem Windfinder noch das finale Wetter für die kommenden Stunden an und navigieren Richtung Alicante. Ein folgenschwerer Fehler. Wir hatten in der letzten Bucht schlechtes Internent und ich entschied mich nur einen Wetterbericht anzusehen statt, wie üblich wenigstens zwei, besser drei. Es war eine sehr stürmische Überfahrt mit hohen Wellen und Wind auf die Nase. Von Wetterwelt vorhergesagt und vom Windfinder übersehen. Es waren wilde Stunden aber die kleine Front ging uns gehörig auf die Nerve. Einer der wenigen Nachteile auf einem Katamaran ist das, in diesem Fall, Motoren gegen an. Die Wellen schlagen mit einem infernalischen Lärm gegen die Rümpfe und das Brückendecks, dass schlafen nur noch für hörgeschädigte möglich ist. Unterwegs kreuzten wir noch ein Verkehrstrennungsgebiet vor Cabo de la  Nao. Sportboote müssen diese “Autobahn” der Frachter und Tanker möglichst im rechten Winkel queren. Gar nicht so einfach, die Schiffe auf dem Plotter unten waren bis zu 350 Meter lang und kamen mit einer Geschwindigkeit von gut 20 Knoten um die Ecke. 

AIS Signale
AIS Signale von den Berufsschiffen auf unserem Plotter, wie an der Perlenschnur aufgereiht. ….Das kleine Boot unter dem LA sind wir, die leeren Dreiecke sind die Großen….!

Trotz allem, wir kommen am nächsten Tag, zwar etwas zerzaust, aber sicher gegen 16 Uhr in Alicante an. Die Marina entpuppt sich als recht ordentlich und sie ist vor allem Stadt nah ……ohne laut zu sein.
Alicante , gegründet von griechischen Siedlern aus Marseille, damals Alkra Leuke, hat eine lange und spannende Geschichte. Eine großartige Festung, die Santa Bárbara, befindet sich auf dem Hügel Benacantil hoch über der Stadt. 

Festung mit Zugbrücke
Die Festung mit Zugbrücke vom Liegeplatz aus ……..

 

Ein besonderes Highlight für uns Segler ist das “Volvo Ocean Race Museum”, das im Juni 2012 im Hafen von Alicante eröffnet wurde. Es widmet sich der Segelschifffahrt sowie der Geschichte der Regatta. Das Race 2011-2012 wurde hier in Alicante gestartet und die Route führte rund um die Welt nach Galway in Irland. Gewonnen hat sie der Franzose Franck Cammas. Ich bin kein ausgesprochener Museen Fan, aber da geh’n wir auf jedenfall hin…..!

Abends, wenn es kühler wird, erwacht die Stadt und die freundlichen Menschen füllen die Straßen. Hunderte von Tapa-Bars und Restaurants öffnen und stellen Ihre Stühle und Tische in die Gassen.  Musikanten, Steet Artists und Stände säumen die schöne Palmenallee an der Promenade. Alicante überrascht auf den zweiten Blick und wir fühlen uns wohl und freuen uns ein paar schöne Tage in Alicante.

So weit so gut…wir bleiben noch, was sonst!

Grüße von der PASSAT II


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